Ende 2025 habe ich das Dialogformat „Sprechen & Zuhören“ (S&Z) kennengelernt.
Im Dezember 2025 hab ich an meiner ersten S&Z-Veranstaltung teilgenommen und im März 2026 eine Moderations-Fortbildung dazu absolviert.
Danach habe ich noch einige Male S&Z online sowie in Präsenz erlebt und mich schließlich entschieden, selbst S&Z-Veranstaltungen anzubieten.
Sprechen und Zuhören ist ein von Mehr Demokratie e. V. entwickeltes Dialogformat.
Ziel von „Sprechen & Zuhören“ ist es, die zwischenmenschliche Verständigung zu fördern – sowohl in Gruppen von Ähnlich-Denkenden als auch in Veranstaltungen, an denen Menschen mit entgegengesetzten Meinungen teilnehmen. Die Erfahrung der Entwickler*innen des Formats von Mehr Demokratie e.V. ist, dass das Format selbst unabhängig vom Thema Verbindung und Akzeptanz fördfert. Durch das aktive Zuhören und die Konzentration auf die eigene Befindlichkeit mit dem Thema entsteht Raum für das Teilen von Emotionen und biographischen Informationen. Damit werden Vertrauen und Respekt für die anderen Teilnehmenden gefördert.
Meine Erfahrungen als Teilnehmer von S&Z-Veranstaltungen haben mich vom demokratischen Potenzial des Formats überzeugt. Es bringt sehr unterschiedliche Menschen dazu, miteinander auf eine andere Weise ins Gespräch zu kommen, als man es gewohnt ist – eben mit dem Schwerpunkt auf das Zuhören und Aussprechen lassen. Dadurch werden viel intensivere Erfahrungen mit anderen Sichtweisen und den jeweiligen persönlichen Hintergründen der Mitmenschen gemacht als dies in alltäglichen Gesprächssituationen der Fall ist.
Besonders großes Potenzial für Demokratiebildung hat S&Z dadurch, dass es bei kontroversen Themen Menschen mit entgegengesetzten Ansichten auf emotionaler Weise miteinander verbindet. Durch das Teilen von eigenen Gefühlen und Erfahrungen entsteht ein trotz der Kürze der Zeit intensives gegenseitigen Kennenlernens. Damit wirkt das S&Z-Dialogformat der Abwertung von Personen und gesellschaftlichen Gruppen aktiv entgegen und teilt damit auch das Kernziel des Betzavta-Ansatzes: den Wunsch bei allen Beteiligten auszulösen, allen das gleiche Recht auf Freiheit zuzugestehen.
In der klassischen Variante ist der Ablauf von S&Z wie folgt:
Menschen sprechen in Kleingruppen à 4 Personen zu einer Frage. Jede Person spricht gleich lang: 4 Minuten. Es wird nacheinander gesprochen, reihum ohne Unterbrechungen und Zwischenfragen. Dieselben 4 Personen sprechen je dreimal, d. h. es gibt 3 Gesprächsrunden. Es gibt eine Frage für alle 3 Runden.
Im Anschluss findet ein moderierter Austausch im Plenum statt, in dem es vorrangig darum geht, welche Erfahrungen die Teilnehmenden mit dem Format gemacht haben.
Das Format kann online sowie in Präsenz durchgeführt werden und es gibt bis auf räumliche Gegebenheiten keine Beschränkungen für die Anzahl der Teilnehmenden.
In meiner Fortbildung zu S&Z habe ich einige weitere wichtige Aspekte der Moderation von S&Z-Formaten kennengelernt, wie etwa Kriterien für die Auswahl der Fragestellung, Einleitung, Durchführung und Abschluss eines passenden Veranstaltungsformats sowie wichtige Hinweise für die Moderation des anschließenden Plenumsaustauschs.
Die Durchführung in der klassischen Variante dauert etwa 60 Minuten. Anpassungen für kürzere Zeiträume sowie für die Erweiterung oder z.B. Integration in eine Tages-Veranstaltungen sind möglich.
Haben Sie Interesse an einer Veranstaltung in Ihrer Organisation oder öffentlich an Ihrem Ort bzw. online?
Sprechen Sie mich gerne an und wir klären gemeinsam Themenauswahl, das geeignete räumliche und zeitliche Setting und alle weiteren Vorbereitungsmaßnahmen.
Wenn Sie S&Z zunächst unverbindlich kennenlernen möchten, kann ich Sie gern in unsere Regionalgruppe Dresden/Sächsische Schweiz einladen.
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